Meine Reise nach Lappland Tag 1 – Minun matka Lappiin Päivä 1

Lappland ist einfach nur eins -unglaublich!

So ziemlich jeder Finne war schon Mal im Norden Finnlands. Ich finde das faszinierend, denn kennt ihr einen Ort/Stadt/Gebiet, bei dem man sagen könnte, da war schon so ziemlich jeder Deutsche?

Finnland ist von der Bevölkerungsanzahl gesehen, deutlich kleiner als Deutschland, daher gibt es hier auch nicht so eine Bandbreite an Reisemöglichkeiten. Doch man muss sagen die Finnen machen gefühlt deutlich lieber Urlaub im eigenen Land, als ich das von Deutschland kenne.

Wenn ich an mein Wochenende in Lappland zurück denke, dann verstehe ich auch warum.

Ich bin von Helsinki aus nach Kittilä geflogen, die Flugdauer beträgt um die 1,5 Stunden. Nur damit ihr euch das vorstellen könnt. Die Strecke Helsinki – Kittilä ist fast 300 km länger als München-Berlin.

Kittilä liegt nördlich vom Polarkreis und ist dadurch was die Jahreszeiten, Temperaturen etc. betrifft schon eine andere Welt. Als ich dort angekommen hat das Thermometer -26,5 Grad Celsius angezeigt :). Auch wenn ich generell sagen muss, dass sich die Kälte in Finnland besser anfühlt, weil sie trockener ist, muss ich sagen – ja! es war verdammt kalt. Aber wie sagt man so schön: Es gibt nicht das falsche Wetter, nur die falsche Kleidung. Davon konnte ich mich höchst persönlich an diesem Wochenende überzeugen.

Motorschlittenfahrt und das Geschehen außenrum

Für Samstag hatten wir einen Motorschlitten in Levi gemietet (bekanntester Ski- und Partyort im Norden Finnlands) und ich war echt gespannt, wie das sein wird mit Kälte etc. Uns wurde vom Verleih aus geraten erst gegen 11 Uhr den Motorschlitten zu holen, da es morgens -30 Grad Celsius hatte und die Orte, die man anfahren kann teilweise sogar über -40 Grad am Morgen hatten. Da es den ganzen Tag sonnig war, war es also ratsam die Sonne erst alles etwas „aufwärmen“ zu lassen und dann zu starten.

In der Zwischenzeit hatten wir Levi etwas erkundet, zu dem Örtchen aber später mehr. Als wir beim Verleih ankamen wurden wir wirklich sehr nett begrüßt und haben alles gezeigt bekommen. Das wichtigste war jedoch, wir wurden noch eingekleidet. Man bekommt vor Ort einen Overall, den du über dein komplettes Outfit (auch Jacke etc.) ziehst, Handschuhe mit etlichem Futter, Schuhe, die wasserfest und mit Filz gefüttert sind, eine Sturmhaube (ganz wichtig, dein Gesicht friert sonst ein und das meine ich wirklich wörtlich) und natürlich einen Helm. Ich hatte bereits drunter eine Schneehose, ein paar Lagen lange Unterwäsche, dicken Pullover, Wintermantel usw.

Und dann konnte es auch schon losgehen und es war einfach unglaublich, wie der Finne sagen würde „uskomaton“. Es gibt kilometerweite (und damit meine ich mehrere hunderte) Strecken extra für Motorschlitten inkl. Verkehrsführung und allem was dazu gehört. Das Stop-Schild war dort sehr wichtig, denn auf den Strecken haben teilweise Skilangläufer oder Straßen gekreuzt. Das absolut beste war einfach der Blick in die weite, wunderschöne, verschneite Landschaft. Man kann sich das nicht vorstellen wie weitläufig alles ist und wie unberührt die Natur dort teilweise ist. Die Sonne hat sich an diesem Tag auch von der besten Seite gezeigt, so saß ich hinten auf dem Motorschlitten, hab den Blick in die weite Landschaft genossen und mir dabei noch die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Ich habe mich derart frei und erholt gefühlt, das war einfach nur klasse!

Wir sind dann zum Snow Village (bekannt durch Game of Thrones) gefahren, das hat ca. 1 Stunde gedauert. Auch das war einfach unglaublich (sorry für die häufige Verwendung dieses Wortes, es trifft es aber einfach so gut). Ein komplettes Village gebaut aus Eis mit Bar und allem drum und dran im Innenbereich (auch das war komplett aus Eis). Man kann dort auch übernachten, ich muss sagen, ich bevorzuge dann doch eher nur einen Besuch 😉 Wir haben dort im angrenzenden Restaurant einen heißen Kaba getrunken und sind dann schon weiter gefahren. Unterwegs sind immer wieder Cafés („Kahvila“ auf finnisch), so dass man sich unterwegs immer wieder aufwärmen und auch mal was Essen und Trinken kann.

Zwischendurch fährt man auch immer mal wieder über zugefrorene Seen. Ich kenne das auch schon aus Helsinki und muss sagen ich musste mich an den Gedanken erst mal gewöhnen auf gefrorenen Seen zu laufen oder eben auch zu fahren. Wenn man das nicht kannte, ist es im ersten Moment schon komisch. Aber diese Stücke waren die besten, denn von dort aus hat man die besten Aussichten!

Gegen 16 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Da die Sonne schon ziemlich tief war und man sie, je nach dem wo man gerade gefahren ist, nicht mehr so viel abbekommen hat, wurde es dann doch verdammt kalt. Die letzte halbe Stunde wurden meine Füße und mein Gesicht verdammt eisig, aber das war dann am Ende auch nur so halb so schlimm.

Fazit Motorschlittenfahrt 

Ich kann es wärmstens empfehlen! Es ist ein wirklich tolles Erlebnis, dass man so sicher aus anderen Reisen nicht kennt. Es macht wirklich unglaublich viel Spaß und es ist derart kurzweilig, weil man so sehr mit den Aussichten beschäftigt ist. An die Frostbeulen ein kleiner Tipp: Die nächste Sauna ist nicht weit, schließlich sprechen wir hier von Finnland 🙂 Ihr werdet euch also definitiv gut davon erholen.

Zum Abschluss des tollen Tages, haben wir uns noch einen Besuch im Restaurant „Pihvipirtti“ gegönnt. Das ist ein sehr beliebtes Steakhouse in Levi, bei dem ihr definitiv reservieren solltet. Super Essen und Weine, schöne Atmosphäre und auch die Preise waren für finnische Verhältnisse echt in Ordnung.

Ein paar letzte Wort zum Ort Levi

Levi ist der bekannteste und so viel ich weiß größte Skiort im Norden Finnlands. Dort wird wirklich sehr viel an Aktivitäten geboten. Ob Ski, Schlitten oder Motorschlitten fahren, Rentierfarmen besuchen, Polarlichter nachts anschauen gehen etc. es ist wirklich eine vielfältige Auswahl.

In Levi sind auch Restaurants und Geschäft komplett geballt, so dass wenn man dort in der Stadt unterwegs ist, alles mögliche findet. Die Auswahl an Restaurants und Bars habe ich als sehr groß empfunden. Levi ist auch dafür bekannt, dass man da sehr gut feiern kann 🙂

Die Homepage von Levi gibt es sogar auf Deutsch, schaut doch mal rein, wenn es euch interessiert.

Was ich am 2. Tag noch alles so erlebt habe, könnt ihr bald auf meinem Blog lesen….schaut einfach rein oder folgt doch direkt meinem Blog.

Moi moi, Sarah

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: